Historische Sammlungen im Gesundheitspark Bad Gottleuba e.V.
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Objekt des Monats

Oktober 2017

 

Narkosemaske nach SCHIMMELBUSCH

 

       SCHIMMELBUSCH-Maske   Anwendung

 

 

 

Nach Curt Theodor Schimmelbusch wurde die ab den 1890er-Jahren allgemein eingeführte Narkosemaske benannt. Es handelt sich dabei um eine Maske aus Drahtgeflecht, mit der hygienisch Äther vor dem Gesicht des Patienten verdampft werden konnte. Dadurch kam die Äthernarkose durch Inhalation zustande.

Die einfache Konstruktion mit Bügel, Rahmen und Griff aus für aseptische Verfahren geeignetem Chrom wurde mit einem beliebigen Überzug bespannt. Zum Gebrauch für Äther wurde zusätzlich noch ein undurchlässiger Stoff über das feine Drahtgeflecht gezogen.

Die SCHIMMELBUSCH-Masken waren als erste mit einer Rinne ausgestattet, um die überschüssigen Wirkstoffe aufzufangen. Das Gestell der Maske lässt sich sterilisieren und entspricht so den Anforderungen der Aseptik.

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SCHIMMELBUSCH, Curt Theodor

* 16. November 1860 in Groß-Nogath/Westpreußen,  2. August 1895 in Berlin

Chirurg. Studierte zunächst Naturwissenschaften in Freiburg und München, danach Medizin in Würzburg, Berlin und Halle.